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Kipfenberg - ältester Kultursitz des Altmühltals

Die eindrucksvolle Burg Kipfenbergs war Besitz der Eichstätter Bischöfe und wurde von diesen stetig baulich erweitert und verstärkt.Nur der Zahn der Zeit setzte dieser Festung zu.Ein Architekt namens Bodo Ebhart setzte im 20. Jahrhundert dem drohenden Verfall ein Ende.

Doch seinen größten Bekanntheitsgrad verdankt Kipfenberg den Römern.Der Limes,Grenze zwischen Römer- und Germanenreich, im Volksmund Teufelsmauer genannt, verlief mitten durch den heutigen Naturpark.Berühmt als "Deutsche Limesstrasse" ( Via Raetica).Umfangreiche Ausgrabungen und anschließende Rekonstruktionen förderten die glanzvolle römische Vergangenheit zutage. Diese prägte die Entwicklung im Süden Deutschlands entscheidend, zur Freude all derer, die sich für die kulturellen Wurzeln unseres Landes besonders interessieren. Im Hinterland zeugen Städte mit Tempeln und Thermen, Kastelle und Gutshöfe von der hochstehenden Kultur in den ersten Jahrhunderten n.Chr.. Anno 15 v. Chr. bis 16 n. Chr. eroberte die römische Legion das Land nördlich der Alpen. Drusus und Tiberius,die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, erkoren Augsburg - Augusta Vindelicum - zur glanzvollen Hauptstadt der Provinz Raetien, deren Nordgrenze zunächst an der Donau lag. Unter Domitian drangen die Römer über die Donau vor, Kaiser Hadrian (117-138 n. Chr.) ließ diese nun vorgeschobene Grenze befestigen. Der Limes Raeticus, zwischen Lorch-Aalen-Gunzenhausen-Weißenburg-Kipfenberg-Altmannstein und Eining an der Donau bestand aus einer Steinmauer, die in regelmäßigen Abständen durch Wachtürme ergänzt war.Bei drohender Gefahr benutzten die Wachposten Feuer- oder Rauchzeichen um schnell Hilfe herbeizuholen.Eine schnelle und sehr bewegliche Eingreiftruppe, die sogenannten "numeri", waren zuständig bei kleineren Übergriffen der "Barbaren", sprich den germanischen Horden.Umliegende Truppenlager dienten der Verstärkung bei größeren Überfällen. Als strategische Meister der damaligen Kriegsführung lagen diese Kastelle an den allen wichtigen Verteidigungspunkten, und waren mit Infanteristen (Fußsoldaten) und Equites (Reiterei) besetzt.

Es herrschte ein reger Waren- und Kulturaustausch mit den benachbarten Germanenstämmen.

Die römische Besatzung erbaute ein Netz von Straßen, technische Meisterleistungen römischer Ingenieure, die bis in die Neuzeit benutzt wurden.Sie ließen den Nachschub von Sklaven, Nachrichten und Waren zügig rollen. Das Land an der Altmühl erblühte in vollem Glanze unter römischer Herrschaft. Heute beherbergt die Burg ein beachtliches archäologisches Museum mit Fossiliensammlung.




 


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