Schloß Prunn - Inbegriff einer Raubritterburg
Wie auf einem Adlerhorst thront Burg Prunn auf einem 70m
hohen, senkrecht abfallenden Kalkfelsen über der Altmühl; anno 1037 n.Chr. erstmals erwähnt.
Dieser als uneinnehmbar geltende Herrensitz wurde vermutlich im 11. Jahrhundert, wie die Rosenburg, von den Babonen erbaut.Aus dieser Zeit stammt der aus groben Quadern bestehende romanische Bergfried.Der sogenannte "Prunner Codex", eine Handschrift des Nibelungenliedes, wurde hier 1575 n.Chr. gefunden.In der Spätgotik war die Burg in Besitz der Adelsfamilie d. Frauenhofer von Haag, auf deren Spuren wir auch in Schloß Arnsberg treffen werden.An der Südostecke des Wohngebäudes prankt das Wahrzeichen der Burg, der steigende Schimmel auf roten Feld, das Wappen der Frauenberger.Die Wohn- und Wirtschaftsgebäude entstanden im frühen 17. Jahrhundert.

Diese Raubritterfestung gehört heute zu den beliebtesten Ausflugszielen in unserer Region, Eigentümer der sehr gut erhaltenen Burg ist der Freistaat Bayern.Burg Prunn hat meiner Meinung nach den atemberaubendsten Blick auf das Altmühltal, man fühlt sich in das Mittelalter zurückversetzt.